Vor der großen Reise noch eine Steppvisite nach Paris. Von Donnerstag, 3.10. bis Sonntag 6.10.
Zum 50. Geburtstag habe ich von meiner Familie eine Reise nach Paris zum Pferderennen bekommen. Richtig gelesen – zum Pferderennen. Nicht nur irgendeines, sondern zum Prix de l’Arc de Triomphe, dem #1 Pferderennen der Welt. Gewinnsumme 5 Mio Euro in diesem einem Rennen, ausgetragen immer am 1. Oktoberwochenende. Championsleague quasi. Und das an 2 Renntagen.
Aufgewachsen im Umkreis der Rennbahn Baden-Baden, war ich schon immer pferdeaffin. Ich gehe auch alleine auf die Rennbahn, bei uns zuhause bin ich der Zocker. Baden-Baden ist quasi Bundesliga, aber eher auf dem Abstieg, wie alle Rennbahnen in Deutschland.
Und ich wollte einmal im Leben zu diesem Rennen in Paris.
Die ganze Familie ist mit. Donnerstag und Freitag noch ein bisschen Sightseeing – wir waren schon ein paar Mal in Paris, aber Eiffelturm, Montmartre und ein Eis bei Berthillon gehören einfach dazu.

Samstag war ich dann schon mal mit Lisa auf der Rennbahn und Sonntag waren wir alle zusammen. Ohne Hut!

Was für eine Rennbahn! Katar hat nicht nur den Fussballclub Paris St Germain gesponsort, sondern auch die Pferderennbahn in Paris Longchamps, die 2 Jahre umgebaut wurde. Wir waren geflasht!
Rennbegeisterte Franzosen und Briten. Der Champagner fließt flaschenweise…
Natürlich wetten wir! Immer nur ein paar Euro, aber in jedem Rennen!
Lisa und ich haben eine deep-dive-pseudo-Fachsimpel Strategie: kann das Pferd die Distanz, wie alt ist es, in welchen Rennen ist es vorher gelaufen, wie war die Dotierung, ist das Geläuf gut, weich oder schwer, welcher Jokey sitzt drauf, wie ist das Verhalten im Führring etc.
Martin kuckt auf die Eventualquoten – und darauf, dass keine Frau drauf sitzt… (vor xJahren ist sein Pferd mit Amazone mal reiterlos geworden und wurde aus dem Rennen genommen… ‚das hätte ganz sicher gewonnen‘ :-))
Und Max hat einen ganz klaren Ansatz: er wettet die Pferde mit den hübschesten Pferdepflegerinnen im Führring.
Historisch wäre gewesen, wenn Enable, eine 5jährige britische Stute, den Prix de l’Arc gewonnen hätte – zum 3. Mal in Folge. Aber Waldgeist war auf den letzten Metern schneller – ein deutsches Pferd! Hatte Lisa auf dem Wettschein!
Und – wer hat nun dem internen Familyzockerwettbewerb am Rennsonntag gewonnen?
Man glaubt es kaum:
- Platz Max mit der Pferdepflegerinnen-Strategie!
- Platz Lisa
- Platz Michaela
- Platz Martin (obwohl keine Amazone dabei war…)
Und was habe ich noch gelernt? 1x im Leben reicht nicht! Ich muss da nochmal hin!
