Ayutthaya

Jeden Tag lernen wir etwas Neues – heute waren es gleich 3 Dinge:

  1. Den Grab-Fahrdienst kennen
  2. Jede Region hat ihre eigenen Bedürfnisse
  3. Nachtmarkt bedeutet nicht Nachtmarkt

Wir sind heute von Bangkok nach Ayutthaya gefahren, einer alten Königsstadt im Reich Siam. Sehr schöne Tempelruinen, die meisten kommen aber als Tagesausflug aus Bangkok her, ist ca. 1,5h entfernt. Wir übernachten hier bei einer thailändischen Familie.

Wat Mahathat – Buddha über Jahrhunderte vom Baum umrankt

Wir haben Grab ausprobiert. Eigentlich wollten wir mit dem Minibus fahren, aber da gab es nix passendes. Also Grab. Grab ist der asiatische Uber – Fahrdienst on demand.

Wir haben aus dem Hotel ausgecheckt, die App aufgerufen, das Ziel eingegeben und zack – wurde ein Fahrer zugeordnet und hat uns abgeholt. Nicht mal Taxi rufen ist schneller! War sofort online in der App mit Namen und Autotyp, der Fahrer, der am nächsten bei uns war, hat die Fahrt angenommen. Bequemer ist es sowieso als der Minibus, denn wir hätten für unser Gepäck einen Extrasitz buchen müssen, was in Summe genauso viel gekostet hätte. Hola – das war ein Erlebnis.

In Ayutthaya haben wir uns dann Fahrräder gemietet und sind zu den Tempeln gefahren. Ist schon eine heiße Angelegenheit in doppeltem Sinne: man teilt sich die Straße mit Mopeds, Auto und Bus. Und es gilt gnadenlos das Recht des Stärkeren – mit dem Fahrrad steht man da ziemlich am untersten Ende des Kette. Im inneren Bereich bei den Tempeln geht das noch, es gibt da sogar einen Fahrradweg – theoretisch zumindest. Für den Bereich außerhalb fühlt sich das an, also ob mal auf der Schnellstraße Fahrrad fährt.

Wat Chai Watthanaram

Wir haben auch festgestellt, dass jede Region ihre eigenen Bedürfnisse hat. Westliche Touristen fahren mit dem Fahrrad zu den Tempeln. Asiatische Touristen würden das NIE, NIEMALS machen! Viel zu schweißtreibend, was es in der Tat ist. Minimum ist ein Moped. Tatsächlich hier eher ein klimatisierter Minibus für die asiatischen Touristen.

Thais ist das egal – geht beides. Für die einen gibt’s Fahrräder (wenn die Touristen das wollen), für die anderen eine Runde Elefanten reiten (machten nur die Asiaten). Und sich als feine Thai-Dame verkleiden und Fotos in der Tempelanlage machen. Ab 200 Baht (~ 6 EUR) möglich.

Chinesische Ladies verkleidet

Wir übernachten in einem Homestay bei einer thailändischen Familie. Die Tochter hat alles bereitgestellt in booking.com und die Eltern beherbergen die Gäste. Sie sprechen kein Englisch, wir kein Thai, aber mit Händen und Füßen geht das schon. Dafür wohnen wir zentral bei den Tempeln, Hotels sind alle weit außerhalb.

Mit dem Fahrrad sind wir an einem Nachtmarkt vorbeigeradelt, zu dem wir heute zum Essen gehen wollten. Es wurde gerade aufgebaut gegen 17 Uhr. Es war aber kein Nachtmarkt, sondern ein Um-19Uhr-ist-alles-vorbei-Markt. Ziemlich blöd, denn weit und breit war kein Restaurant in Sicht. Die touristische Infrastruktur besteht im Wesentlichen aus Cafes für die vielen Tagesgäste, es bleiben wohl nur wenige über Nacht und dann eher außerhalb in Hotels. Restaurants waren im 3km Umkreis jedenfalls keine.

Hungrig im Homestay zurück wurde uns dann noch was zum Essen organisiert. Der Gastgeber hatte einen kleinen Flyer parat, so dass wir zumindest Fried Rice und ein Curry bestellen konnten und er das abgeholt hat. Ist wohl nicht nur uns passiert mit dem Essen…

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