Sukhothai

Am Donnerstag sind wir mit dem Bus nach Sukhothai gefahren, ca 450km entfernt, 6h Fahrzeit. Der Bus war ein First-Class-Bus, der gebucht wird wie ein Flug mit Sitzplatzreservierung. Und Mittagessen, das man sich in einer Art Raststätte aussuchen konnte. Und einen Film gab es auch, halt auf Thai. Bin schon lange nicht mehr in Urlaub mit dem Bus, aber das heute war verblüffend luxuriös.

Die Fahrt selbst war wirklich angenehm. Wenn man mal von einem ungehobelten Thai Mitreisenden absieht, der seine Füße kurzzeitig oben auf den Vordersitz abgelegt hat und eingeschlafen ist. Das war für uns zwar kurz ein Lacher, für die Vorderleute aber sehr unangenehm. Jemandem nackte Füße auch nur entgegenzustrecken, ist in Thailand ein unglaublicher Faux-pas. Es hat keine Minute gedauert, da ist eine Thai eingeschritten und hat den Typ zurechtgewiesen.

So nicht… hat keine Minute gedauert, dann ist jemand eingeschritten…lustig war’s aber

Sukhothai war die alte Hauptstadt vor ein paar hundert Jahren und hat sehr schöne Tempelruinen. Die Stadt ist nicht überlaufen, sehr angenehm und entspannt.

Freitag morgens sind wir zum Historical Park gefahren und haben uns dort Fahrräder ausgeliehen und den Park erkundet. Sukhothai feiert schon das Lichterfest, mehr dazu separat…

Big Buddha – Wat Sri Chum
Wat Mahatat

Vorbereitungen für das Feuerwerk heute Abend im Park


P.S Und was habe ich noch gelernt? Die App Google translator ist klasse. Die Frau aus Ayutthaya (Rentnerin!), die das Homestay führt, hatte diese App auf dem Handy. Abwechselnd sprachen wir rein und die App übersetzte das in Schrift und Ton. Also sie sprach Thai in das Handy und ich konnte die englische Wiedergabe hören und sehen. Und umgekehrt.

So haben wir alles geregelt: wohin wir fahren, wann wir dorthin wollen, ob uns ein TukTuk Fahrer abholen soll, wann die Busse fahren sowie alles rund um das Homestay. Die 18jährige Tochter hatte die Idee mit dem Homestay, ist jetzt aber an der Highschool in Hua Hin. Und jetzt hat sie zusammen mit ihrem Mann seit 2 Monaten alleine das Homestay mit 3 Zimmern, obwohl sie kein Englisch spricht. Wir konnten uns problemlos austauschen, das war fantastisch. Zum Abschied bekam ich noch ein kleines selbstgemachtes Geschenk: ein Geldbeutelchen für Münzen, auf das es mich an sie erinnert. Ist das nicht wunderbar? Völkerverständigung pur.

Das Gastgeschenk unserer Homestay Gastgeberin

Die Digitalisierung ist hier echt verblüffend – in diesem Sinne ist Deutschland ein Entwicklungsland. Mobile Daten überall verfügbar, wir haben eine Sim Karte für 30 Tage mit 100GB gekauft. Das war die kleinste Einheit! Wir hätten auch 1000GB nehmen können… (zuhause sind 6GB schon eine ordentlich große monatliche Einheit)

Hinterlasse einen Kommentar