Luang Prabang

Wir hatten einen sehr angenehmen Flug von Chiang Mai nach Luang Prabang mit einer Propellermaschine von Lao Airlines. 1h Flug vs. 18h Busfahrt (tatsächlich 18h, nicht 12h), da fällt die Wahl leicht und man drückt bei der Airline beide Augen zu – wird schon werden.

Ist auch geworden – wir sind schockverliebt in Luang Prabang! Was für eine Perle! Dass die Stadt schön ist, das wussten wir, aber so schön… überall Kolonialbauten, Teakhäuser, alles sehr gut erhalten oder schön restauriert, wundervoll. Ist auch das Aushängeschild von Laos – auch wenn man es hier nicht sieht, das Land ist eines der ärmsten der Welt.

Laos gehörte zum Kolonialgebiet der Franzosen – die haben hier das Baguette eingeführt, es gibt hier überall Bäckereien, die Kuchen, Croissants und süße Teilchen im Angebot haben.

Citroen aus vergangenen Zeiten

Wir wohnen in einem Hotel direkt am Mekong – bisschen was ging schief bei der Buchung, und die erste Nacht mussten wir in einem Hotel in der Nähe verbringen – eine kleine Suite mit Blick auf den Mekong, da war es ganz egal, dass man nochmal zusammenpacken musste. ‚Bopenyang‘ – heißt so viel wie ‚macht nix‘, ‚alles gut‘.

Jetzt schauen wir von unserem eigentlichen Balkon auf das Treiben auf dem Mekong – alles ganz beschaulich, ruhig, gelassen, dörflich. ‚Laos ist wie Thailand vor 20 Jahren‘ meinte unser Thai Taxifahrer in Chiang Mai, und er hat Recht.

Bambusbrücke über den Seitenarm (nur in der Trockenzeit) – Eintritt 7.000 Kip (~70 cent), ein Teil geht an die Familie, die das jedes Jahr wieder aufbaut – tolles Werk!

Die Stadt hat auch einen sehr schönen (touristischen) Nachtmarkt – die Webwaren sind toll und ich muss mich echt beherrschen, nichts zu kaufen.

Cocospancakes im Bananenblatt vom Nachtmarkt

Es gibt viele Tempel hier und viele Mönche. Kinder werden auch zur Schulausbildung zu den Mönchen geschickt, denn es ist die einzige Möglichkeit zur kostenlosen weiterführenden Schule. Ansonsten können arme Familien das Schulgeld, Geld für Schuluniform, Bücher und Stifte oft nicht aufbringen oder für alle Kinder aufbringen. Dass wir bei uns kostenlose Bildung und Schule für alle haben, das ist echt ein Privileg, wenngleich auch hier immer Geld fehlt oder mehr investiert werden sollte.

Mönche beim morgendlichen Almosengang zwischen 5 und 6 Uhr

Wir dagegen sind schon nach dem ersten Gang zum Geldautomaten Millionäre – Kip Millionäre. 100 EUR entsprechen ca. 1.000.000 Kip. Da kommt ein ganz schöner Stapel Geld raus, das passt gar nicht die Brieftasche. In Hotels wird vieles in USD bezahlt. Wir haben ein sehr schickes Nachbarhotel, das verlangt für den Sonntagsbrunch lt Aushang 28 USD pro Person! Für die Menschen hier ist das unbezahlbar – wer auch immer das Angebot annimmt, ich hoffe, dass das Geld im Land bleibt und nicht in einer internationalen Hotelkette landet.

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