Wir werden eine Woche in Luang Prabang verbringen – das ist so eine tolle Stadt, da haben wir verlängert. Das ist überhaupt der wahre Luxus: nicht die Tage zählen zu müssen, sondern ganz spontan einfach bleiben zu können. Unbezahlbar!
Am Freitag wurden wir von einem Erdbeben geweckt. Das fühlte sich an, als ob das Bett auf einer Rüttelplatte steht. Das Zentrum war wohl 150km von hier mit der Stärke 6,1. Hat es sogar in die deutschen Nachrichten geschafft…. Kommt hier wohl selten vor, ist kein Erdbebenzentrum.
https://www.zeit.de/news/2019-11/21/laos-und-thailand-von-erdbeben-erschuettert
Und wir haben wir den morgendlichen Almosengang der laotischen Mönche gesehen. Das lief etwas anders ab. Die Geber sitzen auf Stühlchen und haben Reis vor sich, die Mönche laufen die Reihen ab und erhalten Klebreis in die Schale – entweder mit der Hand oder mit einem Löffelchen. Das läuft in Stille ab, kein Gebet, kein Dank. Surreal – es waren so viele Geber da, die Mönche liefen die Reihen ab und alle 20m war ein Eimer, da wurde dann der überschüssige Reis von den Mönchen wieder reingeworfen. Ums Eck knieten dann Arme, denen wurde von den Mönchen z.T. wieder was abgegeben. Eine gigantische Reis-geht durch-alle-Hände-und-wird umverteilt-Geschichte. Für uns echt surreal. Der Geber fühlt sich gut, egal, ob sein Reis dann wieder im Eimer landet. Ich hoffe, dass die Armen dann auch den restlichen Reis aus den Eimern bekommen. Warum der dann von allen angefasst werden muss, das ist für westliche Touristen wie uns schon seltsam.


Probiert haben wir auch Lao Sindad, eine Art laotisches Fondue. Ein Topf steht auf Holzkohle auf dem Tisch, Brühe in die Vertiefung, das Fleisch wird oben drauf gegrillt, Gemüse in der Brühe gegart. Zum Schluss ergibt das eine leckere Suppe. War sehr gut!


Und was war sonst noch? 50 rockt grad nicht mehr. Nach einer veritablen Klimaanlagen-Erkältung hatte ich mir den Magen verdorben – gottseidank nur kurz. Und dann den Knöchel verdreht… ich könnte ja sagen, bei 40km/h vom Rennradrad mit Klickpedal gestürzt oder James-Bond-mäßiger Stunt… korrekt war aber, im Stand mit dem Hollandrad umgefallen, hängengeblieben, man kann’s kaum glauben… ☹ Zeuge M.S. meinte, es sah ziemlich deppert aus… 😉 aber – alle guten Dinge sind drei, jetzt geht’s wieder aufwärts! Sonnenuntergang auf dem Berg fand aber ohne mich statt, ich konnte da nicht hochhumpeln.

P.S. Jetzt sind wir 3 Wochen unterwegs – und der Blog hat über 2.200 Seitenaufrufe – der Wahnsinn! Freut uns!
Und Martin hat seinen Laptop wieder up to date und neue Bilder auf seine Seite geladen – check it out!
