Mandalay

Mandalay ist eine Millionenstadt, sieht aber aus wie ein Dorf. Es gibt keine Hochhaustürme und nur wenige schicke westliche Ecken.

Aber Tempel – es ist das kulturelle Zentrum des Landes und goldene Pagoden und Tempel sind überall zu sehen.

Z.B. die Kuthodaw Pagode mit dem größten Buch der Welt! 729 weiße Pagoden, in denen jeweils eine Seite aus dem Leben Buddhas gedruckt ist. In der Mitte eine riesige goldene Pagode. Würde man das alles drucken, hätte man wohl 15.000 Seiten im Buch. Ist auch Kulisse für Hochzeitsfotos. Wir waren zwei Mal da, weil es einfach so spannend war.

729 Stupas und in jeder eine Seite aus dem Leben Buddhas

Wir sahen so viele, die mit engagiertem Fotograf kamen. Da waren burmesische Fotografen dabei, die hatten Equipment im Wert von 10.000 EUR dabei. In einem armen Land echt verblüffend. Für die Kunden, oft junge Frauen, wurden aufwändige Fotos und Videos für die eigene Facebook Seite erstellt!!! What?? Martin kam mit ihr ins Gespräch und ich dachte, ich hab‘ mich verhört… Oder Fotos nach dem Bachlor Abschluss, Hochzeitsfotos usw – ich sag nur, wie Kino… wir haben stundenlang zugesehen.
Man sieht aber schon den Wandel kommen…. Alle schönen Frauen mit Fotograf im Schlepptau waren westlich geschminkt, also ohne Tharnaka.

Frau mit Profifotograf samt Assistentenschar im Schlepptau für Facebook Fotos und Videos… :-O
Hochzeitspaar
Mädels

Shwenandaw-Kyaung-Kloster

Das ist ein Teakholzgebäude – der Königspalastes war früher auch aus Teak, ist aber im 2. Weltkrieg abgebrannt. Reich verziert.

Mahamuni Pagode

Auch wenn wir schon einiges gesehen haben, aber so was noch nicht. Der Buddha in dieser Pagode ist über und über mit Goldplättchen beklebt und die Pilger kleben minütlich neue drauf. Der Buddha ist schon ganz unförmig. Angeblich sind da zwischen 3 und 12 Tonnen Gold über die Jahre draufgeklebt worden. Das dürfen nur Männer aufbringen, Frauen haben das keinen Zugang. Die Türen sind offen und über Kameras sieht man dann von außen den Rest im Innern. Es ist ein bedeutender Wallfahrtsort und viele Besucher kommen auch aus Thailand.

Buddha wird von den Pilgern mit Blattgold beklebt

Das Blattgold wird bei den Goldschlägern hergestellt, die wir besucht haben. Meine Herren, das sind schon schwere Jobs! Dieser Hammer ist wirklich schwer und das Gold wird über Stunden super dünn geklopft. Da kommt keine Maschine ran, das ist tatsächlich immer noch Handarbeit.

Skuril war auch die folgende Szene in der Mahamuni Pagode: die Pilger stecken Geldscheine in die Glaskästen. Am Ende des Tages oder der Woche wurde das Geld mit einem Besen rausgekehrt und in einfache Plastikwannen gestopft… da war zwar ein Wärter dabei, aber nix mit Security oder so. In Myanmar stielt man nicht und schon gar nicht im Tempel!

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