Inle Lake II

Wir haben unseren Bootsführer auch für den Folgetag engagiert. Es geht morgens früh zum Sonnenaufgang los (mal wieder früh aufstehen) und zeigt uns die Besonderheiten der Umgebung. Wir sehen viel Natur und absolut eindrucksvolle Handwerker und ihre Arbeiten:

Morgens um 6.30 Uhr…
…mit dem Boot auf Tour. Ist ein schmales Boot und ziemlich wackelig.
Sonnenaufgang
Unser Bootsführer – die Boote sind klein, der See maximal 3,5m tief
Einbeinruderer
Floating Gardens – hier werden Tomaten praktisch auf dem Wasser angebaut – der Bauer erntet per Boot
Dörfer komplett auf Stelzen… das ist quasi die Hauptstrasse
Floating Market – Bootsparkplatz
Marktfrau in lokaler Tracht
Hier wird Seide gesponnen
Die Intha sind bekannt für ihre handgewebten Longyis und andere Webarbeiten
Diese Frau nimmt die Fäden auf zu einem riesigen Flechtzopf
Sonnenschirme
Das Gestell wird aus kleinen Stäbchen zusammengeklebt…alles Handarbeit
Karen Langhalsfrauen – Großmutter und Enkelin

Das war schon etwas seltsam – wir fanden es bisschen wie ein menschlicher Zoo. Die Frauen weben und zeigen die Karen-Webtechnik, sind aber in erster Linie hier als Fotomodells. Die Großmutter trägt übrigens das Maximum von 23 Ringen um den Hals, das sind 6kg! Und am Rest vom Körper noch mal 2 kg! Unglaublich! Viele Karen leben im Kahin State, nur ein Teil der Karen, die Padaung Frauen, tragen diese Ringe. Es beginnt im Alter von 9 Jahren und dann alle 5 Jahre ein neuer Ring. Bei der Großmutter des Mädchens waren da keine 5 Jahre dazwischen…Arbeiten auf dem Feld kann man so definitiv nicht richtig – diese Ethnie liegt auch mit der Zentralregierung immer wieder im Clinch, viele sind auch als Flüchtlinge im angrenzenden Thailand. Aber auch dort werden diese Frauen quasi ausgestellt.

Karenfrau mit Webarbeiten

Eine sehr schöne Tour mit dem Boot war das!

Dann waren wir noch mit dem Moped unterwegs:

Wieder mit der Harley für Arme…
…dafür mit Sturmhelm! Mein Helm war echt schräg…

Ein sehr schönes Projekt haben wir auf einer Mopedtour gefunden – ein Verein kümmert sich um unterentwickelte Kinder und Waisen, unterrichtet sie in der Klosterschule und hat dazu u.a. ein Restaurant, in dem die Kinder und Jugendlichen die Zubereitung, Service und den Verkauf lernen. Das Essen war sehr gut, vegetarische Küche aus eigenem Anbau, und natürlich haben wir die Spendenbox bisschen gefüttert.

Lokales Schulrestaurant

Dann gabs noch die wooden bridge…

…und zum Sonnenuntergang dann bei der Red Mountain Winery, dem zweiten Weingut in Myanmar. Eine halbe Stunde von hier ist das erste Myanmar Weingut, das hat ein Deutscher 1999 gegründet. Das muss ein echter Pioneerfreak gewesen sein!

Der Wein der Red Mountains Winery – ich hatte einen Shiraz-Tempranillo – hatte chemischen Nachhall und kommt bestimmt nicht in die falstaff Punktewertung oder wird Robert Parker vorgestellt…. Aber angesichts dieses Ausblicks von der Terrasse ist das total egal!

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