Lake Opuha

Im nächsten Leben werde ich Campervermieter in Neuseeland – die verlangen hier Mondpreise in der Hauptsaison und die Leute – einschließlich wir – zahlen es. Für 200 EUR am Tag kann ich eigentlich richtig edle Unterkünfte finden… oder einen älteren Camper buchen mit schon 100.000km auf dem Buckel und 5.000 EUR Selbstbeteiligung so wie wir. Neuerer schicker Camper gefällig? Kein Problem, kostet nur ca. 350 EUR. Pro Tag versteht sich!

Aber – in der schönsten Umgebung gibt’s halt oft keine Zimmer oder nur mit langer Vorausbuchung. Wir wollten flexibel sein, auch weil das Wetter oft umschlägt. Daher Camper.

Britz verlangt uns schon einiges an Geduld ab – schlechter Service, ewige Wartezeiten, obwohl wir einen Termin um 10 Uhr hatten und dann: der Camper, den wir gebucht haben, muß noch repariert werden. Da platzt einem fast der Kragen…nach insgesamt 3,5h Wartezeit bekommen wir einen anderen Camper gleichen Modells zugewiesen. Und machen uns vom Acker. Bloß weg von dieser Britz – Maui – Mighty Station!

Eingekauft hatten wir gottseidank gestern schon mit unserem X-Trail, jetzt nur noch schnell Frischsachen kaufen und los.

Unterwegs mit Blick auf die Southern Alps

Ziel ist Richtung Lake Tekapo – aber nur ca. 50km davor. Wir steuern einen Freedom Campingplatz am See Opuha an.

Lake Opuha

Wenn man ein Wohnmobil hat, das ‚Self contained‘ ist, also mit Toilette an Bord, dann darf man da über Nacht auf diesen Plätzen stehen bleiben. Die sind oft kostenlos – wie der an diesem See – und mit weniger Trubel oder kosten ein paar Dollar als DOC Platz (Department of Conservation). Wetter ist zwar ein bisschen kalt, aber schon beim Blick auf den See schmeckt der Rotwein besser.

Unser Wohnmobil am See

Herrliches Plätzchen – und man schläft im Camper auch richtig gut. Unser Camper hat ein Bett, das man herunterlassen kann und tagsüber wieder nach oben fährt. Sehr praktisch. Es sind noch andere Camper da, das finde ich in dem Fall beruhigend, denn es gab auch schon Überfälle. Und schon hat sich die Investition gelohnt! Frühstück im Freien mit Blick auf den See – unbezahlbar!

Frühstück mit Blick

P.S. Eigentlich gilt das Prinzip ‚Hinterlasse nichts, ausser deinen Fussabdrücken‘. Leider haben iunge deutsche Mitcamper ihren gesamten Müll dagelassen. Ist uns echt peinlich – deutsche Landsleute. Wir genießen neuseeländische Natur und Gastfreundschaft, und dann das. Jeden Tag eine gute Tat: heute haben wir deren Müll eingesammelt und wenigstens ordnungsgemäß entsorgt.

Hinterlasse einen Kommentar