Im Norden der Südinsel

Richtung Nelson geht’s über die Berge. Wir übernachten nicht in Nelson direkt, sondern bisschen ausserhalb Richtung Abel Tasman Nationalpark an einem privaten Campingplatz direkt am Meer auf der Kina Peninsula.

Am Folgetag steuern wir den ‚split apple rock‘ an. Junge, Junge, die Neuseeländer haben schmale und steile Straßen. Da muss ich manchmal die Luft anhalten. Aber, es wird mir nicht mehr schlecht, immerhin.

Für 7km brauchen wir mit dem Camper eine halbe Stunde. Und dann geht’s nochmal 15min zu Fuß zur Bucht. Viele sind mit dem Kajak in der Bucht, aber manche auch zu Fuß so wie wir.

Split apple rock

Am Folgetag übernachten wir in Motueka am Meer an einem Freedom Campingplatz. Wir wechseln uns meistens ab: ein oder zwei Tage Campingplatz mit Strom, dann wieder ohne an einem freien oder DOC Platz, wenn der schön liegt. Der anvisierte Platz ist toll und sehr begehrt. Lauter 18-25jährige mit ihren Sleepervans, die älter sind als sie selber. Und alle mindestens 200.000 km auf dem Buckel haben. Die übernachten meistens auf freien Plätzen um Geld zu sparen, wir weils schöner ist. Wir fallen natürlich gar nicht auf… 😉

Nein, wir fallen gar nicht auf unter den 18-25jährigen … 😉
Meerespool am Stellplatz

Unsere Platznachbarn kommen alle aus Deutschland. 2 sind gelernte Landwirte und werden dieses Jahr ihr Agrarstudium in Deutschland beginnen. War sehr interessant! Wir haben so ein Bild vor Augen… Natur und Idylle pur, Kühe auf der Weide statt im Stall, Schafe auf der Weide, aber die Realität sieht dann manchmal bisschen anders aus, wie die beiden aus Erfahrung von unterschiedlichen Höfen berichtet haben. Da sieht der Bauer oft sehr spät, wenn eine Kuh krank ist oder Hilfe braucht. Auch der Tierarzt ist sehr weit weg und wird daher oft zu spät geholt. Und je nach Exportgebiet erfolgt der Dünge- und Spritzmitteleinsatz anders. Aha…in der Tat sind mir die riesigen Paprika hier schon aufgefallen – das wächst so nicht mit Natur pur.

Die beiden verdienen hier so 25,50 NZD (knapp 15 EUR) die Stunde, da sie eine Ausbildung haben. Hola, das ist ordentlich. Der Mindestlohn in Neuseeland liegt so bei 18 NZD (knapp 10,50 EUR), das bekommen die Einräumer und Pflücker. Die werden aber nur beschäftigt, wenn es das Wetter zulässt. Apropos Pflücker: gespritzt wird oft mit dem Flugzeug, egal ob da unten jemand pflückt. Da bleibt uns die Spucke weg… Also wieder was gelernt– Regulierung und Gesetze haben durchaus ihre Berechtigung, auch im Sinne des Verbrauchers.

Kein Alkohol? Wer’s glaubt…aber: alles sehr ruhig, um 22 Uhr ist niemand mehr draußen; ich glaube, wir waren die letzten…

Am Folgetag fahren wir weiter nach Havelock.

Havelock Marina
Blick auf Havelock

Das kleine Örtchen liegt direkt am Fjord und ist bekannt für seine Muscheln. Die probiere ich im lokalen Restaurant ‚The Mussels Pot‘ – gekocht in Sahne, Kräuter und Knoblauch. Sehr lecker! Die greenlip Muscheln sind riesig im Vergleich zu unseren Miesmuscheln (was ist da im Wasser?). Die weiblichen sind eher pink/orange innen, die männlichen eher weiss. Dazu gab’s einen Sauvignon blanc aus lokaler Produktion… perfekt!

Green lip Muscheln in Kräuter-Knoblauch-Sahne

Und weiter nach Picton auf den Parklands Marina Campingplatz. Wir dürfen uns einen Platz aussuchen, so riesig ist der …

Abschluss der Südinseltour in Picton … suche den Camper

Morgen gehts dann auf die Fähre auf die Nordinsel. Ein Kreuzfahrtschiff liegt schon vor Ort im Fjord.

2 Gedanken zu “Im Norden der Südinsel

  1. Ah, die Norwegian Jewel 🥰, auf der sind wir vor neun Jahren zu den Bahamas geschippert. Mit dem Schiff würde ich nicht nach Neuseeland. Bei ein paar kurzen Landgängen sieht man einfach viel zu wenig.
    Ihr zwei macht das richtig! Die Landschaft in Ruhe auf euch wirken lassen, ein Gefühl für das Land bekommen und in die Kultur eintauchen.

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