Wellington & Glück gehabt

Windy Wellington – in der Tat, uns bläst der Wind richtig entgegen. Da wir abends von der Fähre kommen, suchen wir uns gleich einen Platz auf einem Campingplatz etwas ausserhalb für den ersten Tag. Am zweiten Tag wechseln wir auf einen Freedom Campingplatz in der Stadt. Der liegt so gut, so dass wir spontan noch einen Tag dranhängen.

Die Fähre hätte man statt Interislander auch ‚Britz – Maui‘ Transferfähre nennen können – nach den Camperverleihern. Wir machen mit den Campergenossen das komplette obere Deck alleine voll, und die Fähre ist riesig. Die, die einen Mietwagen genommen haben, müssen den – je nach Verleiher – abgeben und erhalten dann auf der Nordinsel einen neuen.

Leider ist das Wetter in Wellington so lala – also Museumstag. Und da hat Wellington in der Tat was zu bieten. Das TePapa Museum ist der Hit – absolut toll! Unterschiedliche Ausstellungen zur Geschichte Neuseelands – interaktiv und medial aufbereitet. Richtig gut!

Das famose Te Papa Museum

Teile einer Ausstellung zur Rolle Neuseelands im 1. Weltkrieg wurden von Weta Studios gestaltet, die haben die Masken zur ‚Herr der Ringe‘ Triologie gemacht – tolle Arbeit und fantastisch dargestellt! Da zieht niemand mehr freiwillig in den Krieg, war sehr eindrücklich.

Weta Studios – bis ins kleinste Detail mit Kratzer am Finger ausgearbeitet

Wir waren an beiden Tagen da. Unter anderem gab es eine Ausstellung über Tatoos – Tatau wird es eigentlich in der samoanischen Sprache genannt, daher kommt auch das Wort Tatoo. Die Männer tragen das pe’a von Hüfte bis Knie.

Toi Art – Tatau Fotografie – hier das Männertatoo pe’a

Und die Cuba Street und Umgebung ist sehr nett in Wellington – kleine Cafes und Lädchen.

Cappuccino mit Salted Caramel Cookie – einer Spezialität im Leeds Street Cafe

Hier wird aber gerade sehr viel gebaut, der Stadtteil ist sehr beliebt und die entsprechende Verdrängung findet statt.

An der Cuba Street ist der einzige Zebrastreifen in Regenbogenfarben, den ich kenne…

Regenbogen Zebrastreifen

Und natürlich waren wir noch in Raumati Beach und Paraparaumu, wo Lisa am Kapiti College war und haben Trina, ihre Gastmutter getroffen.

Trina Laracy, Lisas ehemalige Gastmutter, haben wir in ihrer Boutique Paperdoll getroffen – sehr schönes Treffen!

Und dann haben wir festgestellt, was für Hammer Glückspilze wir doch sind!

Auf der Südinsel wurde der Notstand ausgerufen. Regenfälle haben Erdrutsche ausgelöst und Überflutungen. Vor ein paar Tagen waren wir erst an diesen Orten – es hätte uns auch erwischen können, dann säßen wir fest. Ein paar Tage nur… auch die Straße zum Fox Gletscher ist gesperrt, da ein Erdrutsch sie blockiert hat.

Strasse zum Milford Sound – die Touristen hängen fest und müssen per Hubschrauber evakuiert werden

Gore – da haben wir auch übernachtet auf dem Weg nach Te Anau, alles überflutet
Am Milford Sound – die Eingeschlossenen hängen fest

Ausserdem: Vietnam hat die Grenzen zu China geschlossen – gottseidank haben wir unsere Flüge rechtzeitig umgebucht über Singapur statt über Guangzhou, China. Das Geld für die stornierten Flüge haben wir tatsächlich erhalten. Auch Flüge von Hongkong, Macau und Taiwan dürfen derzeit nicht nach Vietnam.

Über China nach Vietnam geht nur noch per Landweg – und erst nach 14 Tagen im Quarantänelager an der Grenze, das wird gerade gebaut. Oha, da kann ich mir im Urlaub schöneres vorstellen….

Was haben wir für ein Glück!

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