Weiter geht’s Richtung Rotorua. Schon auf dem Weg dampft es aus den Wiesen, es ist Vulkangebiet bzw. Gebiet mit geothermischer Aktivität. Und es fängt an, schwefelig zu riechen… wie nach faulen Eiern.
In Wai-o-Tapu, 23km vor Rotorua, gibt es einen Rundweg, an dem man praktisch direkt in die Erde sehen kann. Es blubbert, dampft und stinkt…
Um 10.15 Uhr beginnt die Show am Lady Knox Geysir. Der Geysir bricht aus, wenn man eine Art Seife reinschmeißt. Das wird 1x täglich um 10.15 Uhr gemacht. Wir machen uns direkt auf den Weg dorthin, leider kann man dort direkt keine Tickets kaufen. Warum kann man das nicht auf dem Schild zu Beginn des Weges bekannt machen? Es fahren alle im Stau dorthin und dann wieder z.T. im Stau zurück zum 1,5km entfernten Visitorcenter, um die Tickets zu kaufen. Absolut schlechte Organisation… unterirdisch… wir schaffen es gerade noch rechtzeitig. Aber viele andere nicht…

Und dann geht’s wieder im Stau zurück zum Visitorcenter. Der Geysir war nicht zu empfehlen. Hätten wir das vorher gewusst, dann wären wir gleich am Visitorcenter stehengeblieben und hätten den Rundweg vor den Massen gemacht. So sind wir halt im Pulk…
Aber die geothermischen Gebiete, die es hier zu sehen gibt, sind der Wahnsinn. Überall blubbert und wabbert es aus dem Erde. Und die Farben sind der Hammer!









In dieser Gegend gibt hier viele Hot Pools zum Baden, wir entscheiden uns für einen Hot and Cold Fluss in der Nähe des Visitorcenters. Es ist ein Zusammenfluss von 2 Bächen – einem heissen und einem normal kalten. Am Zusammenfluss passt die Badetemperatur. Das ist nicht so bekannt, also auch nicht voll. Wir sind die Einzigen, als wir dort ankommen. Und es ist unglaublich… man geht in dem Fluss und kann warm baden (am Zusammenfluss zweier Ströme) und an manchen Stellen ist es so heiß, dass man besser nicht weitergeht.
Wir treffen das Pärchen, das schon bei uns auf dem vorletzten Campingplatz stand und mit Martin den Hike gelaufen ist. Die übernachten in Rotorua auf einem zentralen Campingplatz – und wollten mal wieder in die Stadt und ein Bier trinken oder so, haben also vorgebucht. Wir haben noch nichts gebucht. Und sind später richtig froh drum….
Es heißt nicht umsonst ‚Smelly Rotorua‘. Über der Stadt liegt ein Schwefelgeruch von den heißen Quellen und der vulkanischen Aktivität. Sprich: es stinkt. Nachdem wir das den ganzen Tag schon eingeatmet hatten, sind wir richtig froh, dass wir noch nichts gebucht haben. Prost Mahlzeit, da schmeckt dir kein Bier und kein Wein und erst recht kein Essen. Wir fahren weiter an den Ostrand des Rotorua Sees, wo es auch nicht mehr riecht und es einen schönen Campingplatz gibt.
