Ho Chi Minh City

Wir verabschieden uns von Neuseeland und fliegen nach Ho-Chi-Minh City in Vietnam – ehemals Saigon. Wir waren vor 26 Jahren nach Fall des US Embargos schon mal in Vietnam und sind echt gespannt, wie sich das Land verändert hat.

Man merkt, dass besondere Coronaviruszeiten sind – manche der Stewardessen von Air New Zealand tragen Mundschutzmasken. In Singapur sind das dann schon sehr viele Passagiere mit Mundschutz, die wir auf dem Flughafen sehen. Und Fieberscanner überall auf dem Flughafen. Und auf dem Flug von Singapur nach Vietnam tragen dann 2/3 der Leute Mundschutzmasken sowie alle Stewardessen. Bloss nicht schwitzen oder husten…

Wir kommen spätabends an und fahren mit dem Grab Taxi in die Nähe der Unterkunft. Die haben mir schon einen Plan gesendet und manche Gäste haben in den Kommentaren angemerkt, dass es schwer zu finden war. In der Tat: wir sind Gassen reingelaufen, das hält man nicht für möglich. Zum Teil so schmal, dass man gerade durchlaufen kann. Normalerweise würde man solche dunklen Gassen meiden. Martin hat schon recht, ich wäre nie mit ihm in die Gassen gegangen…aber ich habs ja selbst gebucht…

Der ADAC und die Feuerwehr bei uns würden sicher das ganze Viertel absperren und räumen lassen, weils so eng ist und keinerlei Brandschutz gewährleistet ist. Aber gar keiner. Und bei den hängenden Kabeln überall kriegt jeder Elektrosachverständige sofort graue Haare…

Die Gassen sind ein echtes Labyrinth – Sackgassen inklusive. Selbst nach 4 Tagen verlaufen wir uns noch auf dem Weg zum Hotel.

Mopeds in einer Gasse… und Kabelverhau
Leben im Viertel – das Leben findet draussen statt
Stillleben – Wäsche, Mopeds und Altar
Und abends ist es richtig dunkel

Unsere Unterkunft in einer der Gassen ist aber hervorragend bewertet, es ist ein Familienbetrieb, es gibt ein prima Frühstück und sehr zentral ist es ausserdem, man kann überall hinlaufen – also passts, Augen zu beim Brandschutz. Urig ist es allemal. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Gegenüber ist eine Baustelle, es wird ein Haus gebaut – die machen alles von Hand, durch die Gassen kommt höchstens eine Schubkarre. Unglaublich. Eigentlich könnten wir den ganzen Tag nur auf dem Sofa im Eingangsbereich sitzen oder aus unserem Fenster schauen…ist wie Kino.

Das ehemalige Saigon hat aber noch anderes zu bieten, z.B. noch Bauten aus der französischen Kolonialzeit – sehr schön anzusehen. Und Onkel Ho ist überall…

Onkel Ho vor dem Rathaus
Rathaus
Notre Dame
Onkel Ho im Hauptpostamt

In Vietnam gibt es angeblich 39 Millionen Motorroller – und ein paar Millionen sind in Ho-Chi-Minh City. Die fahren überall – wo man laufen kann, da kann man auch Roller fahren. Auch in unserer Gasse! Und erst recht auf dem Gehweg, wenn die Ampel rot ist, man es aber eilig hat. Der Verkehr ist der Wahnsinn!

Verkehr am Tage …und immer mit Mundschutz
…und abends… die Stadt steht nie still
Keine Ahnung wie die hier in der Mitte ausparken…
Selbst beim Sporteln – Mundschutz und Handschuhe
Ein fites Volk – gesportelt wird in jedem Alter. Top!
Die Frau hat uns gewunken…mit typischem Reisstrohhut

5 Gedanken zu “Ho Chi Minh City

  1. Bilder aus Vietnam! Ich freue mich! Nachdem unser Sohn uns nur mit ein paar verwackelten selfies gegrüßt hat, sind wir begeistert von den Eindrücken aus Ho Chi Min City. Wir sitzen bei Kaffee und Laugenweckle beim Frühstück und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Was für eine Stadt!
    Danke, danke, danke für den tollen Blog.
    Bleibt gesund und fröhlich und seid herzlich gegrüßt von Annette und Ralle (ohne Mundschutz aber auch ohne Mehl, denn das war gestern ausverkauft. In den Läden ging’s gestern zu wie vor Heiligabend…)

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    1. Hi Annette, das kenne ich auch, mit den Bildern sind die Söhne sparsam ;-). Ja, ist echt eine Hammerstadt.
      Mich hats fast vom Stuhl gehauen mit dem Mehl, das ist ja unglaublich! So langsam nimmt das echt panikartige Formen an. In Vietnam passt das noch mit dem Virus und der Anzahl der Infizierten, aber Südkorea und Japan müssen wir wohl streichen. Ich glaube, in Vietnam sind wir aktuell sicherer als in Deutschland, wer hätte das gedacht 🙂

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      1. Ja, hier drehen alle am Rad! Dass bei DM ein großes Schild hing, dass Desinfektionsmittel ausverkauft sind, war uns klar, aber dass das Seifenregal und das Regal mit den Vitamintabletten auch fast leer sind … ach ja auch beim Toi-Papier war fast nix mehr da.
        Ralle und ich mussten schmunzeln, jetzt haben wir bald ein neues Bad aber vielleicht kein Klopapier…
        Bitte versteh‘ uns nicht falsch, man sollte den Virus schon ernst nehmen, aber diese übertriebene Panik hier ist meines Erachtens nicht unbedingt angemessen.
        Macht’s gut Ihr Lieben, Felix fährt heute Nachmittag zu eurem Sohn ins Badische 🤗

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      2. Man, das ist ja echt der Wahnsinn! Ich teile Deine Meinung – wir haben hier keinen Mundschutz, waschen uns aber regelmäßig die Hände. Immerhin gibts hier Desinfektionsmittel und Seife! Und das mit dem Toilettenpapier ist echt der Hammer, wir mussten beide lachen! Da drehen wohl alle durch. Hier hätte man wenigstens noch eine Brause neben der Toilette… frag Felix, der kennt sich aus 😉

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