Fazit

Und jetzt kommt’s – das Fazit. Ich wurde immer wieder daran erinnert, dass das noch fehlt, ich hatte es ja schon angekündigt…

Wer eine Reise macht, der kann was erzählen…

8 Länder

4.5 Monate unterwegs

1 Monat früher zurück – coronabedingt. Dass wir nicht nach Japan konnten, das schmerzt echt. So lange war das schon geplant, aber was solls – kann man nichts machen, holen wir nach.

Unzählige Begegnungen – jeden Tag was Neues erlebt.

Die Auszeit war der Hammer! Die beste Entscheidung jemals. Es sind jede Menge Eindrücke und Erinnerungen, die wir nie vergessen werden. Hier ein paar ausgewählte:

  • Wir haben unter den Sternen geschlafen in Neuseeland, weit weg von Streulicht mit Blick auf die Milchstrasse
  • Den Touristenpfad verlassen und wild gecampt, wir alleine in freier Natur in Neuseeland. Überhaupt: Natur ist der Hammer. Muß man schützen. Unbedingt!
  • Myanmar hat uns umgehauen, diese unglaublich freundlichen Leute mit Longyi und Thanaka. Nie werde ich den Blick diverser Taxifahrer in Mandalay vergessen, die sich so gefreut haben, als ich das Entgelt aufgerundet habe, quasi mit ‚Stimmt so‘ – unbezahlbar, diese Freude! Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt.

    Oder als ich mit dem Flughafen Security Beamten einfach so aufs Rollfeld spaziert bin und die im Handgepäck vergessenen Messer ins Aufgabegepäck gepackt habe. Hätte es in Deutschland nie, nie, nie gegeben.
    Oder die Ballonfahrt in Bagan… oder der Inle See… was für ein Land!
  • Es gab auch schwere Kost. In Kambodscha auf den Killing Fields zum Beispiel. Oder auch durch Schicksale.
    In Vietnam haben wir John, einen britischen Lehrer kennengelernt, der die coronabedingte Pause zum Urlaub mit seinem 8jährigen Sohn genutzt hat. Und der seine Frau und seine 5jährige Tochter in Hanoi gelassen hat, da die kleine Tochter gerade Bestrahlungen und Krebstherapien bekommen hat. Und dann kam Corona – ein Passagier in seinem Flieger und sie konnten nicht mehr zurück nach Hause nach Hanoi, um die kleine Tochter nicht zu gefährden…quasi Quarantäne ohne Zuhause. Und echte Sorgen um die Tochter. Gesundheit ist ein hohes Gut.
  • Eine tiefe Verbindung spüren – Hoang, unsere Hotelmanagerin in An Bang. Hat uns Masken abgegeben und noch welche besorgt. Und hätte uns verköstigt, als die ersten Restaurants schlossen und Ausländer nicht mehr erwünscht waren. Sie ist nun quasi arbeitslos und im Gegensatz zu Deutschland gibt’s in Vietnam kein Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld.
    Ich freue mich jedes Mal, wenn ich was von ihr über Facebook höre und sehe, dass es ihr gut geht.
  • Hier Alltägliches haben wir wieder schätzen gelernt – Trinkwasser aus der Leitung zum Beispiel. Was für ein Segen!
  • Sich einfach mal treiben lassen. Zeit haben und diese verplempern. Noch mal ne Nacht dranhängen und einfach bleiben. Herrlich!
  • Man braucht ganz wenig, um glücklich zu sein.
    Man braucht überhaupt ganz wenig. Wir hatten 80l Rucksacktrolley und Handgepäck – und es war immer noch zu viel dabei. Wir haben etliches überhaupt nicht gebraucht.

Zuhause haben wir erst mal kräftig ausgemistet und Zeug zum Wertstoffhof gebracht, verschenkt oder verkauft. Und darüber kann man sich richtig freuen: unser Fahrradanhänger Bob Yak zum Beispiel wird mit einem jungen Mann eine Tour von Augsburg nach Kiel machen. Viel besser, als bei uns in der Gartenhütte zu verstauben.  

Und wir sind mit der Familie den Stuttgarter Blaustrümpflerweg gelaufen – da entstand auch das verwendete Bild.

Diese Reise ist uns auf die Seele tätowiert. Richtig eingebrannt, geht nicht mehr weg. Da werden wir uns immer daran erinnern.

50rocks.eu – ja, es hat gerockt! Und zwar so richtig! Die domain 50rocks.eu habe ich übrigens für 10 Jahre gekauft. Aber 55rocks ist auch noch frei…für eine neue Tour muss man ja keine 10 Jahre warten, oder?…   😉

P.S. Der Blog hat über 10.500 Klicks. Unglaublich.

2 Gedanken zu “Fazit

  1. Hallo Michaela, WIRKLICH TOLLE REISE!!! Die Eurer Leben bestimmt verändert hat! Ich denke davon könnt Ihr noch lange zehren. Und diese einmaligen und bleibenden Erlebnisse sensibilisieren Euer Bewusstsein auf das wirklich Wesentliche… Es grüßt Euch ganz herzlich, Helga 🙂

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  2. Hallo Helga,
    vielen Dank für die lieben Worte. Ja, es schärft wirklich den Blick aufs Wesentliche… Ganz liebe Grüße und bis hoffentlich bald
    Michaela

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