Hoi An – die andere Seite

Die andere Seite von Hoi An – abseits vom Tourismus.

Wir wohnen in einer sehr schönen Unterkunft mit Pool bei einer sehr netten Familie. Wir hatten dort 5 Tage gebucht und nochmal 2 verlängert. Das Hotel hat gerade mal 6 Zimmer, ist also sehr familiär. Wir wohnen praktisch am Fluss und können vom Balkon die Netze sehen, die die Fischer immer aufspannen. Ist sehr idyllisch und es gefällt uns hier außerordentlich gut.

Fischernetze, die wir vom Balkon aus sehen

Martin hat ein paar Straßenszenen eingefangen bei uns ums Eck. Das richtige Leben – ohne Pool:

Was auch immer da köchelt… es sieht gefährlich aus, wie im Hexenkessel 🙂
Frühmorgens beginnt das Leben
Die Hausfrauen kaufen ein
Moped unserer Hotelmanagerin, die ein kleines Kind von 1 Jahr hat. So wird da Kind im Moped transportiert. Der ADAC, TüV, deutsche Polizei… würden alle bei uns einen Herzinfarkt kriegen…
Ich habe Mangos und Papaya bei der Marktfrau gekauft. Eine ganz arg nette Frau.

Martin ist auch mal über die große Brücke gefahren – dort kommt wirklich kein Tourist hin, obwohl es nur wenige Kilometer von Hoi An entfernt ist. Er wollte mal zu den anderen Netzen, die wir so sehen.

Eigentlich Idylle pur
Fischerboote am Fluss – im Hintergrund die große Brücke

Dort ist kein Tourismus.

Das Dorf am Ende der Brücke. Erschreckend ist, wie viel Müll hier rumliegt. Früher wurde alles in einem Bananenblatt eingebunden, was man so auf dem Markt gekauft hat. Das Bananenblatt wurde dann weggeworfen, ist ja kein Problem, verrottet. Jetzt passiert aber das gleiche mit dem Plastikmüll – der verrottet halt nicht.

Fischernetz

Es sind arme Fischer. Diese Familie lebt am Dorfrand in einer Wellblechhütte. Die Netze werden abgelassen und dann mit einer Winde hochgezogen. Was dann aber gefangen wurde, hat nicht mal die Schüssel bedeckt. Das ist schon erschreckend – es reicht für diese Familie gerade mal so zum Überleben. Da bleibt nix mehr zum Verkaufen.

Das Netz wurde heruntergelassen mit einer Winde. Der Fischer fährt raus und befestigt eine Lampe an der Stange
Abends wird das Netz wieder hochgezogen und der Fang eingesammelt
Der Fang in der Schüssel – erschreckend, wie wenig das ist. Lauter kleine Fische, gerade mal eine Hand voll. Es ist kaum was zum essen und erst recht nichts zum Verkaufen

Manchmal muss man sich vor Augen führen, wie privilegiert wird sind – einfach durch Geburt in einem anderen Land. Und welch ein Glück wir haben!

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